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<title>Postblitz!</title>
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<description>Aus dem Leben eines Auszubildenden bei einem großen Telekommunikationsunternehmen.</description>
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<lastBuildDate>Thu, 17 Sep 2009 23:03:46 +0200</lastBuildDate>
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<title>Doppelader, welche du oxidierst unter der Erde...</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=75</link>
<description><![CDATA[Es ist schlecht, wenn eine Vermittlungsstelle geschlossen wird. <br />
<br />
Es ist gut, wenn dafür eine neue gebaut wird.<br />
<br />
Es ist schlecht, wenn das alte Gebäude etliche Jahre leer steht.<br />
<br />
Gut ist es wiederum, wenn sich dann doch noch ein Käufer findet. <br />
<br />
Es ist schlecht, wenn der Käufer noch kein Telefon hat.<br />
<br />
Es ist gut, dass es für solche Zwecke mich gibt. ;)<br />
<br />
Es ist schlecht, wenn keine Telefondose vorhanden ist.<br />
<br />
Es ist gut, wenn im System dennoch Leitungen frei sind.<br />
<br />
Es ist schlecht, wenn man nicht weiß, welche Leitung die richtige ist. <br />
<br />
Es ist gut, dass man automatisch buchen kann, so dass ein Techniker den Anschluss manuell schaltet.<br />
<br />
Es ist verdammt scheiße, wenn der Techniker keine Leitung finden kann, weil seinerzeit sämtliche Technik so weit zurückgebaut wurde, dass wahrscheinlich Erdarbeiten notwendig sind.<br />
<br />
Es ist ein schwacher Trost, wenn dennoch ein Telefonanschluss mit DSL geschaltet ist... irgendwo auf dem Grundstück... ein paar Meter fuffzig unter der Erde...<br />
<br />
Mal sehen, wie es weitergeht. <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 23:03:46 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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<title>Telekom und Deutsche Bank...</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=74</link>
<description><![CDATA[<a href="http://www.youtube.com/watch?v=iWVAiXNnauM"><b>...FBI und Scotland Yard,<br />
Finanzamt und das BKA<br />
haben uns're Daten da</b></a><br />
<br />
So ähnlich heißt es in dem Klassiker der Kultband Kraftwerk. Und tatsächlich haben wir viele Daten unserer Kunden, denn die sind nunmal für unsere Leistungserbringung notwendig. Allerdings erwarten einige Kunden doch zu viel von uns, zum Beispiel wenn es um Gewährleistungsfälle geht: Nicht jeder Kauf ist bei uns im System registriert, auch wenn er mit einem Vertrag im Zusammenhang steht. Deswegen kann ich nur jedem raten, unbedingt Kassenbelege, Rechnungen und Lieferscheine aufzuheben. Häufig kommt es vor, dass Kunden ohne Kaufbeleg im Laden stehen und erwarten, dass wir das Kaufdatum im System haben. Wenn es das nicht ist, müssen wir uns immer häufiger anhören, dass das ja nicht sein könne und man in diesem Scheißladen doch wissen müsse, wann der werte Herr denn seinen Krempel bei uns erworben habe. <br />
<br />
Das Dumme ist nur, dass man als Kunde den Kauf nachweisen muss. Das ist jedem klar, der bei einem Kleidungsstück, einem Verstärker oder Computerzubehör Gewährleistung geltend machen möchte. Sobald man allerdings bei uns im Laden ist, gelten andere Gesetze, denn schließlich arbeiten wir nahezu ausschließlich an Computern und dementsprechend müssen Kaufdaten, <s>Penisgrößen, sexuelle Vorlieben und der Flensburger Punktekontostand</s> "dort drin" sein. <br />
<br />
Sicherlich ist es so, dass gerade im Mobilfunkbereich tatsächlich die Kaufdaten anhand der Systeme ermittelt werden können - das funktioniert auch meistens sehr gut, aber eben nicht immer. Deswegen sollte man es als angenehme Dienstleistung hinnehmen, sich aber keinesfalls darauf verlassen. <br />
<br />
Also: Wer seine Unterlagen verbaselt ist in erster Linie selbst schuld und darf dementsprechend in keinem Geschäft erwarten, dass das Kaufdatum dort problemlos ermittelt werden kann. Wenn doch - Glück gehabt. Wenn nicht - persönliches Pech. Ich und viele Kollegen überreichen unseren Kunden die Kaufbelege nicht ohne Grund mit dem Hinweis, diese für die nächsten zwei Jahre gut aufzubewahren.  <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 20:57:27 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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<title>Offene Fragen</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=73</link>
<description><![CDATA[In der Ausbildung lernt man, dass offene Frage extrem wichtig sind, damit die Kunden dazu bewegt werden, viel zu erzählen und somit wichtige Informationen zu liefern. In meiner Azubi-Naivität stellte ich einer älteren und sehr gepflegten Dame in meiner Blauäugigkeit die überaus individuelle Frage, was ich denn für sie tun könne. Sie legte mir ihre Unterlagen auf den Tisch und erzählte:<br />
<br />
"Also, ich wohne in Berlin, das heißt, ich wohnte dort, aber ich bin umgezogen und nun wohne ich hier. Ich war vor ein paar Wochen in Berlin bei der Telekom und habe dort meinen Telefonanschluss abgemeldet. Dann habe ich bei Ihren Kollegen angerufen, die übrigens sehr nett waren und mich sehr gut beraten haben. Dort habe ich meinen neuen Telefonanschluss angemeldet und ich habe auch einen neuen Tarif genommen, denn ich telefoniere ja sehr viel und eben gerade nach Berlin. Deswegen habe ich mich ja für eine Flaterate entschieden, aber ohne den Computerkram, denn wissen Sie, ich bin ja nun auch schon älter und kenne mich mit diesen modernen Dingen nicht aus. Da brauche ich kein Internet oder wie das heißt. Jedenfalls habe ich Post bekommen, dass ich am 26. September meinen Telefonanschluss bekomme. Die Kollegen haben mir auch gesagt, dass ein Techniker zu mir nach Hause kommen wird, und zwar am Vormittag. Ich freue mich schon darauf, denn gerade wenn man so weit weggezogen ist, dann is man doch froh wenn man allen sagen kann, dass es einem gut geht und hier ist es ja auch sehr schön. Jedenfalls kommt der Techniker am Vormittag, weil er etwas umschalten muss, so sagte der Herr am Telefon. Hier in dem Brief steht auch, dass der Techniker am 26. vormittags kommt."<br />
<br />
<i>"Das ist alles richtig. So steht es auch bei mir im Computer. Und was kann ich nun für sie tun?"</i><br />
<br />
"Naja, nun brauche ich noch ein neues Telefon."<br />
<br />
Kopf > Tisch. Warum denn nicht gleich so? <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 19:52:16 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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<title>Witzischkeit kennt keine Grenzen: Abgewrackt</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=72</link>
<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen wurde ein recht aktuelles Handy bei uns zur Entsorgung abgegeben, denn es war ein Wasserschaden und nicht mehr zu retten. Doch ich habe es nicht in den Schrott getan. Ich habe das Gerät mi roher Gewalt auseinandergepflückt, die Einzelteile in eine Plastiktüte gepackt und in mein Fach gelegt. Dann wartete ich auf den Tag X - und der war heute...<br />
<br />
Eine ca. 20 Jahre alte Kundin kam heute zu mir und wollte eine Vertragsverlängerung machen. Sie wusste auch bereits, welches Telefon und welchen Tarif sie wollte, also war eigentlich alles nur Formsache. Bevor ich ins Lager gegangen bin, um den neuen Apparat zu holen, habe ich mir erstmal das "alte" Gerät der jungen Dame geben lassen. Das mache ich sonst nie, ist auch nicht notwendig - nur diesmal war es erforderlich, denn es war ungefähr das Modell, was sich in einer Tüte in meinem Fach befand. Ich steckte mir das intakte Gerät der Kundin in die Hosentasche und ging mit dem Schrotthaufen in der Plastiktüte und dem neuen Gerät in den Verkaufsraum zu <s>meinem Opfer</s> meiner Kundin, legte den Karton des neuen Gerätes und die Trümmer des Wasserschadens auf den Tresen:<br />
<br />
- Sooo, das hier ist Ihr neues Handy... und das da Ihr altes.<br />
<br />
- <i>Wie, was haben Sie damit gemacht? Das ist ja ganz kaputt!</i><br />
<br />
- Ich habe es entwertet.<br />
<br />
- <i>ENTWERTET??</i><br />
<br />
- Ja, sie bekommen doch ein neues Handy. Da muss ich Ihren alten Apparat entwerten. Den dürfen sie auch gerne wieder mitnehmen.<br />
<br />
- <i>Aber sie können mein Handy doch nicht einfach kaputt machen! Sie hätten mich doch wenigstens vorher fragen können!</i><br />
<br />
- Warum hätte ich Sie fragen sollen? Sie haben doch einen Vertrag unterschrieben. Da steht alles drin. Sie hätten sich eben vorher durchlesen müssen, was sie unterschreiben.<br />
<br />
An diesem Punkt war sie sprachlos und die Verzweiflung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Weiter wollte ich nicht gehen und meinen Spaß hatte ich gehabt. Ich zog ihr altes intaktes Handy aus meiner Tasche und legte es mit einem breiten Grinsen vor ihr auf den Tresen. Nach ein paar Sekunden der Besinnung haben wir beide herzlich gelacht und es wurde dann doch nich ein sehr nettes Gespräch. Den Vertrag hat sie sich dennoch genau durchgelesen. ;)<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 17:45:15 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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<title>Auskunft</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=71</link>
<description><![CDATA[Ein Herr kommt rein: "Guten Tag, ich bin Kunde - würden Sie das eventuell für mich kopieren?" Nun gut, wenn er wirklich Kunde ist - hier ist zwar kein Copy-Shop, aber man kann ja mal 'ne Ausnahme machen. <br />
<br />
Eine Dame: "Guten Tag, ich möchte mich selbstständig machen. Gibt es hier irgendwo ein freie Geschäfsräume in der Innenstadt?" Ich fragte mich, wie sie auf die Idee kommt... ach, egal: "Ja, hier die Straße runter ist was frei. Recht viel Laufkundschaft und direkt neben einem Busverkehrsknotenpunkt. Das Gebäude ist aber nicht sehr breit, daher sind die Schaufensterflächen nicht besonders groß. Kontaktdaten hängen an der Scheibe." Die Dame bedankt sich freundich und verlässt das Geschäft. <br />
<br />
Ein Herr: "Guten Tag, wissen Sie, wann die nächste Bahn nach Posemuckel fährt?" Ich: "Einen Moment... Den nächsten Zug in zehn Minuten kriegen sie nicht mehr. Der danach fährt in einer Stunde." Eigentlich nicht meine Aufgabe, aber wenn ohnehin nichts los ist und man sich langweilt...<br />
<br />
ich frage mich nur, was die Leute bewegt, gerade uns wegen solcher Dinge aufzusuchen - aber vielleicht passiert das ja auch woanders. Nebenbei bieten wir übrigens auch die Produkte der Telekom an. <br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 20:27:32 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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<title>Off-Topic: Aufforderung zum TÜV</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=70</link>
<description><![CDATA[Mein Auto ist alt - ganze 19 Jahre hat es auf dem Buckel und seit ich es vor sechs Jahren mit 75.000 Kilometern auf der Uhr gekauft habe (nun sind es über 150.000), hatte ich nie Probleme. Klar, irgendwann ist mal ein neuer Auspuff fällig und die Bremsen müssen gemacht werden, aber das sind eben Verschleißteile. Trotzdem hat man vor dem Hauptuntersuchungstermin ein mulmiges Gefühl, einfach nur, weil das Auto alt ist. <br />
<br />
Heute war es wieder so weit. Da ich wusste, dass eine Glühlampe für die Nummernschildbeleuchtung und das rechte Standlicht defekt waren, bin ich erstmal zum Autoteilehändler gefahren und habe meine Großbestellung aufgegeben. Nach einem kleinen Umweg durch die Waschstraße stand ich wieder bei mir auf dem Hof, um die Funzeln einzubauen. Schnell noch Licht eingeschaltet, um mich zu vergewissern, dass auch alles funktioniert - doch was sehen meine entzündeten Augen? Das andere Standlicht ist defekt. Na toll; also nochmal hin zum Teilehöker und ein paar Cent gegen eine Lampe getauscht und vor ort eingebaut. Ich wollte gerade nach nebenan aufs TÜV-Gelände fahren, fiel mir ein, dass ich den Fahrzeugschein vergessen hatte. Scheiße, wieder die fünf Kilometer nach Hause fahren. Dort angekommen, erinnerte ich mich, dass ich die 10A-Sicherung für die Hupe mal anderweitig verwendet hatte. Gut, dass es mir noch aufgefallen ist. Kurze zeit Später saß ich mit Fahrzeugschein und eingesetzter Hupsicherung im Auto, als ich dachte: "Ist doch keiner da, hup' doch mal!" Ich drückte die Taste und: "MÖÖÖ-!" "Moment mal", dachte ich, "fehlt da nicht mindestens noch ein '-ÖÖÖP'?" Ich drücke nochmal, doch die Hupe blieb stumm. Wie kann einem auf dem Weg zum TÜV nur die Hupe kaputt gehen? Mist! Schnell bei Penny auf den Parkplatz gefahren, Motorhaube geöffnet und die Hupe gesucht. Aber wo ist sie? Beim Blick in den Motorraum war definitiv keine zu sehen. Ich legte mich auf den Boden und guckte von unten - wieder nichts. Eigentlich weiß ich, wo die Teile in meinem Auto sind, aber die olle Tröte gehört nun zweifelsohne zu den uninteressanteren Teilen. Gerade als ich aufstehen wollte, sah ich zufällig durchs Kühlergrill - das geht nur von unten, weil die Lamellen schräg angeordnet sind - und da sah ich den Bastard. Von innen war er nicht zu sehen, denn der Kühler versperrt die sicht. Noch auf dem Parkplatz habe ich das Kühlergrill abmontiert, um einen Blick auf den Übeltäter werfen zu können. Es brachte mir nichts, aber verschaffte mir Genugtuung.  <br />
<br />
Es war heiß, ich war wütend, durstig und stand auf dem Penny-Parkplatz.  <br /><br /> Gut, die Hitze und die Wut musste ich hinnehmen, aber wenn man schon bei Penny steht, kann man auch was gegen den Durst tun. Ich nahm mir eine 0,5l-Flasche Apfelschorle und eine Autozeitschrift und stellte mich an die Kasse. Irgendwann kam dann auch eine junge Kassiererin, welche sogleich die Buddel über den Scanner gezogen hat. "Piep-piep-piep", machte es. Noch ein Versuch: "Piep-piep-piep" "Oh, die Flaschen gibt es nur im Sechserpack!" Nee, das war mir zu viel. Ich legte die Schorle und die Zeitschrift weg und bin ins Auto gestiegen und losgefahren. Ziel: Der Schrotti, denn der hat Hupen. Ich musste in den Nachbarort und der Weg dorthin führt über eine Brücke. Kurz davor stand ein Schild: Brücke gesperrt. Schon wieder. Und die Alternativstrecke führt über eine Großbaustelle. Doch was ist das? Keine Bauarbeiten an der Brücke - nur umfahrbare Absperrungen. Also nichts wie durch und ich muss sagen, es hat alles bestens geklappt.  Der Schrotti, bzw. Motorcar-Recycling-Manager fragte mich nur, ob ich eine Hupe mit Kombistecker (also zwei Kontakte in einem Stecker) oder eine mit zwei einzelnen Seckplätzen brauchte. "Kombistecker", antwortete ich selbstbewusst. Zu Hause angekommen, stellte ich fest, dass die alte Hupe für zwei einzelne Stecker ausgelegt ist. Entsprechend ist auch die Kabelage im Auto. Das war mir in dem Moment scheißegal. Schnell die Tröte an die Strippen gefummelt, Taste gedrückt und es hupt. <br />
<br />
Im Haus wurde ich dann von meiner Mutter aufgehalten. Sie fragte mich, ob das Auto die Plakette bekommen hätte. Ich antortete wahrheisgemäß, dass ich noch nicht da war, weil die Hupe defekt sei und ich die neue nun einbauen müsse. Dann kam die Frage, die eine Frau NIE, NIE, NIE einem Mann stellen sollte: "Kannst du das denn?" "NA HÖR MAL, DAS SIND ZWEI KABEL UND EINE SCHRAUBE!", entfuhr es mir etwas unwirsch. Mit dem passenden Werkzeug ausgerüstet, wollte ich das Teil austauschen, doch die Ratsche ist kaputt - sie rutschte einfach durch, ohne zu arretieren. So lässt sich natürlich keine Mutter lösen. Meine angestauten Aggressionen ließ in an der Ratsche ab, die mit einem lauten "Ping" auf den Betonboten krachte. Mit dem Maulschlüssel hat es dann geklappt und ich konnte endlich, nach über vier Stunden, zum TÜV fahren. <br />
<br />
Ergebnis: Außer solchen Kleinigkeiten, wie "zu langer Hebelweg der Feststellbremse bei ausreichender Wirkung" und "Reflekor links fehlt" keine Beanstandungen. Immerhin ist der Wagen durch den TÜV. Beim nächsten Termin ist er 21 Jahre alt. Ich bin schon gespannt - nicht auf das Ergebnis der Prüfung, sondern auf die Fahrt zu den Kesselprüfern...<br />
<br />
P.S. Der Titel ist natürlich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bDdh6t9jN_A">geklaut</a>]]></description>
<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 15:48:31 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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<title>Hair!</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=69</link>
<description><![CDATA[Ich habe ziemlich volles Haar und bin recht stolz darauf, so dass ich es ablehne, meine Haarpracht auf das heutzutage übliche Maß zu stutzen, denn wer weiß, wie lange sie mir noch erhalten bleibt. Dementsprechend selten stehen Friseurbesuche auf meinem Zettel. <br />
<br />
Heue bekam ich allerdings eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, während mein Ausbilder zufällig anwesend war.<br />
<br />
Ich: Hui, da muss ich aber vorher noch dringend zum Friseur!<br />
<br />
Er: Herr Telefonladenhüter, ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber da haben Sie wirklich recht!<br />
<br />
Banause! ;) <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 00:32:02 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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</item>
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<title>Das Leben ist ein schicksalhaftes Unterfangen</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=68</link>
<description><![CDATA[Es ist so, dass die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel im Regelfall drei Jahre, die zum Verkäufer lediglich zwei Jahre dauert. Da sich beide Berufsgruppen stark ähneln, werden sie bei uns in gemeinsamen Klassen zusammengefasst, nur dass die Verkäufer eben bereits nach zwei Jahren geprüft werden. <br />
<br />
So drückte ich die letzten beiden Jahre mit einer Klassenkameradin die Schulbank, die speziell dadurch auffiel, dass eben gar nicht auffiel: Sie war still, und zwar so still, dass die schlechten mündlichen Leistungen sehr stark auf ihre sehr durchschnittlichen, teilweise sogar unterdurchschnittlichen Leistungen gedrückt haben. Kamen wir mal ins Gespräch, so übte sie sich ebenfalls in Zurückhaltung. Sie war nicht nur zurückhaltend, sondern auch scheu. Stand ein Referat bevor, war sie nicht da. Wenn sie nicht wusste, an welchem Schultag ihre Gruppe das Referat halten musste, weil der nächste Vortrag unmittelbar vorher ausgelost wurde, blieb sie dem Unterricht fern, bis ihre Gruppe es hinter sich hatte. Ich hätte gern gewusst, wie sie sich auf der Verkaufsfläche verhalten hatte, denn man muss in diesem Job nunmal viel reden und sogar Gespräche leiten können. <br />
<br />
Während des Unterrichtes malte sie sehr gerne Herz- und Blümchenbilder für ihren Freund. Die Beziehung schien einige Male unterbrochen und generell von einem ständigen Auf und Ab geprägt gewesen zu sein. Auf dem Schulhof fiel sie ihrem Partner nach kürzerer Trennung weinend in die Arme, er hingegen reagierte recht kühl. Generell schien sie viel mit sich gekämpft zu haben. Und da Kämpfe ohne Verletzungen recht selten sind, zeugen Narben an ihren Armen von ihrem sensiblen Wesen.<br />
<br />
Ihr doch eher spontanes Erscheinen in der Schule und vielleicht auch auf der Arbeit, haben neben einem beachtlichen Fehltagekontonstand auch zwei Abmahnungen zur Folge gehabt. Dennoch schaffte sie es bis zur Prüfung. die schriftliche bestand sie mit einem befriedigenden Ergebnis, was mich sehr überrascht hat. Dann stand die mündliche Prüfung an. Das scheue Reh folgte seinem Fluchtinstinkt und ließ die Prüfer vergeblich warten. Auch auf der Arbeit ließ sie sich nicht mehr blicken und wurde "vorübergehend beurlaubt", was ich übrigens sehr nett finde. Warum ich das alles schreibe? Heute gab es Neuigkeiten und die haben mich ziemlich vom Hocker gerissen: Das sensible Mädchen, gerade mal 18 Jahre alt, ist im dritten Monat schwanger. Ich frage mich, wie sie, die schon genügend Probleme mit ihrem eigenen Leben hat, auch noch ein Kind erziehen soll. Jetzt will man sie dazu bewegen, die mündliche Prüfung nachzuholen, denn ansonsten steht sie mit einem Kind im Arm vor dem Nichts. Finanzielle Ungewissheit und einem werdenden Vater, dem ich diese Rolle noch weniger zutraue als ihr. Ich wünsche ihr und Ihrem Kind jedenfalls alles Gute, hoffe, dass sie die Prüfung machen wird und dass sie viel Unterstützung bekommt. <br /><br /> P.S. Wem die Überschrift merkwürdig oder auch bekannt vorkommt: Der Urheber dieses für die Geschichte doch sehr passenden Satzes ist der Philosoph und Musiker Helge Schneider. ]]></description>
<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 16:11:15 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Ich schnall' dich fest!</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=67</link>
<description><![CDATA[Kinder sind bei uns immer willkommen. Und natürlich wissen wir auch, dass Kinder gerade bei Wartezeiten ungeduldig werden, speziell wenn es um sowas wie Telefonanschlüsse geht - ein Thema, das auf der Liste der für Kinder uninteressanten Dinge auf einem der oberen Plätze rangiert, so dass auch der besterzogene Nachwuchs irgendwann einmal zu nörgeln anfängt. Deswegen sind wir immer bemüht, den Kleinen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten: Wir stellen den Vorführfernseher auf ein Kinderprogramm, es gibt Kekse und auch etwas zu trinken. Unnötig zu erwähnen, dass Wartezeitüberbrückungssnacks auch bei den Erwachsenen hoch im Kurs stehen, zumal es außer einem Wasserspender auch noch lecker Jacobs-Kaffee gibt - und zwar gratis.<br />
<br />
<center><img src="http://data.blogg.de/1108227/images/festgeschnallt.JPG" alt="" /></center><br />
<br />
Nun kommt es, wie auch heute, ab und zu mal vor, dass die Sprößlinge keine so guten Manieren haben, wie man es sich vorstellt: Es wird gebrüllt, mit Wasser rumgesaut, Keksverpackungen werden herumgeworfen, die Schaufenster werden "umdekoriert"... und immer denkt man: "Warum sagen die Eltern nichts?" Heute war ich kurz davor, einzuschreiten, aber irgendwie ist man dann doch zu höflich, zumal ich es mir vorstellen kann, dass viele Eltern höchst pikiert reagieren würden, wenn ich deren Erziehungsjob in die Hand nehmen würde. Die Eltern zeichnen sich in den meisten Fällen durch sehr legere Kleidung (Frau: Labber-T-Shirts, Jogginghose oder Leggins, Männer: Superkurze Hose, Jogginghose und obenrum irgendwas versifftes) und eine sehr bildhafte Sprache aus. Wenn etwas nicht gefällt, dann ist es eben "scheiße" oder "für'n Arsch" und wenn etwas für gut befunden wird, dann ist es meistens "geil, ey!" Natürlich mache auch ich von Fäkalsprache gebrauch, wenn auch meistens zum Scherz. Aber es gibt eben Situationen, wo eine solche Ausdrucksweise unangemessen ist, wie zum Beispiel in der Öffentlichkeit vor fremden Personen. <br />
Und wer sich so in der Öffentlichkeit gibt, dem traue ich es nicht zu, seine Kinder ordentlich zu erziehen. Gleich zweimal hatten wir heute solche Fälle: Wasserpladdern, umdekorieren, das komplette Paket für garantiert massiv anschwellende Pulsadern. In beiden Fällen war es so, dass die kleinen Plagen (naja, was können die schon für ihre Eltern?) erstmal ungestört ein paar Minuten rumschreien Unfug bauen durften, bis die Mütter dann endlich einschritten - und zwar lautstark! Jedenfalls war hinterher so ziemlich jeder im Laden eingeschüchtert, bis auf die kleinen Terroristen, die munter an dem Projekt "Dresden '45" weiterarbeiteten. Ich unterhielt mich gerade mit einer Kundin, als mein rechtes Trommelfell schon allein aus Selbstschutz zu zerbersten drohte: "JASPER, LASS DAS, SONST SCHNALL' ICH DICH FEST!" Ich hielt inne, dachte nur: "Das hat sie nicht gesagt! Der Jasper ist zwar schlimm, aber Hannibal Lecter hatte dann wohl doch mehr auf dem Kerbholz! Wie kann man ein Kind nur festschnallen? Das ist doch ein Fall fürs Jugendamt!" Erleichtert stellte ich fest, dass damit lediglich die Gurte der Sportkarre gemeint waren, in der Jasper durch die Stadt chauffiert wurde. Trotzdem: Droht man so einem Kind? Und wenn ein solcher Ton zur Gewohnheit wird - wie wird es sein, wenn der Kleine erstmal in der Pubertät ist? Ganz ehrlich: Ich will es eigentlich gar nicht wissen...<br />
<br />
Heutzutage ist es offenbar selbstverständlich, dass Kinder und Jugendliche grußlos den Laden betreten, sich am Wasserspender bedienen und ebenso still wieder verschwinden ohne der Ware auch nur einen Blick geschenkt zu haben. In einem großen Warenhaus wie Karstadt würde das nicht auffallen, aber in einem sehr überschaubaren Einzelhandelsgeschäft wird man es eben gewahr. Warum wird vorher nicht gefragt? Eben diese Frage stelle ich mittlerweile und nie kriege ich eine Antwort. Nie würden wir jemandem den Wunsch nach einem Becher Wasser oder Kaffee ausschlagen - aber ebenso gehört es sich, zu fragen, wenn man schon nicht länger im Laden verweilt. Ich glaube, ich hätte mich als Kind nicht getraut, einfach so Wasser zu nehmen. Ich hätte mich wohl nichtmal getraut zu fragen.<br />
<br />
- Entschuldigung, aber fragt man nicht, bevor man sich etwas nimmt?<br />
<br />
- Isch darf das, isch bin T-Mobile-Kunde!<br />
<br />
Jo, steht ja auch in Leuchtschrift auf deiner Stirn!<br />
<br />
Wir sind wirklich freundlich und geduldig, aber irgendwann muss es auch mal erlaubt sein, einen Schlussstrich zu ziehen. Oder sind wir zu sensibel?<br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 23:27:23 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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<item>
<title>I'm Stalkin'</title>
<link>http://fernmeldedienst.blogg.de/eintrag.php?id=66</link>
<description><![CDATA[Ich gebe zu, der Titel des Rock'n'Roll-Evergreens von Fats Domino lautet im Original ein wenig anders als der Titel dieses Beitrags, aber er passt prima zu meinem jüngsten erwähnenswerten Erlebnis. <br />
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Ein älterer Kunde kam Freitag zu mir und hatte Fragen zu seinem Telefonanschluss mit DSL, die ich ihm auch beantwortete. Zudem unterbreitete ich ihm das Angebot, seinen alten Tarif im Rahmen einer Vertragsverlängerung auf den aktuellen, 10 &#8364; günstigeren Preis herabzusetzen, was er auch mit Freuden annahm. Ich erklärte ihm die Modalitäten und sagte ihm, dass er alles in dem Bestätigungsschreiben nachlesen könne, was er in ein paar Tagen bekäme. <br />
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Als ich am Dienstag nach Hause kam, hieß es, dass ein Herr Meisenkaiser angerufen habe. Er wollte einen Telefonladenhueter sprechen, der bei der Telekom arbeite. Ich hielt es für einen Scherz und rief einen Kumpel mit ähnlichem Namen an, jedoch meinte er, dass er mich nicht angerufen habe. Nun war ich umso gespannter auf den Anruf, bis das Telefon klingelte. Es meldete sich Herr Meisenkaiser, der sich erkundigen wollte, ob denn alles so stimme, wie is in dem Schreiben stehe. Er las vor: "<a href="http://www.google.com/search?hl=de&client=opera&rls=de&hs=Jdm&q=call+%26+surf&btnG=Suche&lr=">"Bindestrich zett Kohl und Surf Kommtvor...</a><br />
"Das kann nicht sein Ernst sein, mich privat anzurufen", dachte ich und versicherte ihm, dass alles so sei wie besprochen - nur, dass die Besätigungsschreiben manchmal etwas unübersichtlich seien. In Wahrheit sind sie nach meinem Empfinden sehr verständlich, zumal es eine Legende gibt, welche die "Minusse" und "Plusse" erläutert. Nach einigem Hin und Her konnte ich ihn von der Richtigkeit der einzelnen Positionen überzeugen, so dass das Gespräch zügig beendet werden konnte. <br />
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Heute war Herr Meisenkaiser persönlich im Laden. Der Rentner, der so wenig Zeit hat, dass er sämtliche Telefonbucheinträge der Stadt und der umliegenden Gemeinden abgegrast haben musste, um meine Nummer zu bekommen, wollte mir nur nochmal sagen, dass mit den Auftragspositionen so alles in Ordnung sei. Den Weg hätte er sich wirklich sparen können - und erstrecht den Anruf... <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 22:55:46 +0200</pubDate>
<dc:creator>Telefonladenhueter</dc:creator>
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